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Presse
18.01.2011, 17:32 Uhr | Übersicht | Drucken
Pressemitteilung 18.01.11
Nationale Homogenisierungspolitik der islamischen Staaten bedroht christliche Gemeinschaften


Auswärtige Politik muss Schutz der christlichen Gemeinschaften zur Leitlinie  der Nahostpolitik erheben



Armenier, Kopten und Aramäer gehören zu den ältesten Christen der Welt. Seit alters her gehört ihre religiöse Präsenz zum geistig-kulturellen Grundgewebe des Orients. Christen haben diese Region über 1800 Jahre geprägt. Trotzdem werden sie von selbsternannten Gotteskriegern und ihren geistigen Führern immer aggressiver als Agenten des Westens, als Fremdkörper in ihren Völkern oder als Ungläubige denunziert.

 

Ali Yildiz, Sprecher des CAF: „Die Verfolgung und Ermordung von Christen in den Ländern des Nahen Ostens dürfen wir im Rahmen unserer deutschen auswärtigen Politik nicht weiter ignorieren. Wir müssen einsehen, dass wir eine Verantwortung und Verpflichtung zum Schutze der christlichen Gemeinschaften tragen. Es sollte  keine weitere Vergabe von Geldern - z.B. im Rahmen von Entwicklungs- oder Militärhilfe - an Länder geben, in denen Christen individuell oder als Gemeinschaften unterdrückt, ausgegrenzt und verfolgt werden.“

Im vergangenen Jahr sind christliche Gemeinschaften im nahen Osten gezielt Opfer von Anschlägen islamischer Gruppierungen geworden. In Angst und Schrecken feierten zwei der ältesten christlichen Gemeinschaften der Welt, die Kopten in Ägypten und die aramäischen Christen im Irak, Weihnachten in großer Angst. Diese Entwicklung gibt Anlass zu größter Sorge und sollte öffentlich thematisiert werden.

 

Madlen Vartian, Sprecherin des CAF: „In den islamischen Staaten ist eine nationale Neuorientierung und Radikalisierung zu beobachten, die sich über die Abwehr christlich-westlicher Einflüsse definiert. Die islamischen Staaten empfinden die  auswärtige Politik des christlichen Westens als Bedrohung und instrumentalisieren diese Empfindungen zur Rechtfertigung ihrer nationalen Homogenisierungsprojekte, die auf die  Vertreibung und Vernichtung der Christen im eigenen Land zielt.“

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